Der Schmuck von Alexander McQueen – Punk und Rock

 

Alexander McQueen Schmuck 2013

 

Alexander McQueen gehörte zu den größten Designern des 21. Jarhunderts. Der Alleskönner, der in London aufwuchs und aus der britischen Mittelschicht stammte, designte schon als Junge Kleider für seine älteren Schwestern. Nach einer Ausbildung und zahlreichen Jobs war schnell klar, dass ein Multitalent wie Alexander McQueen sein eigenes Label braucht. 1993 war es soweit und McQueen launchte die Marke „AlexanderMcQueen“. Das Label arbeitete fortan vor allem an Kollektionen, die den britischen Punk noch einmal neu ins Bild setzte und von denen einige am Ehesten mit den Arbeiten von Vivianne Westwood vergleichbar sind. Alexander McQueens Labels expandierte weiter und er erhielt zahllose Preise wie den 2007 Fashion Director’s Award für McQ, 2003 wurde er Commander of the British Empire durch Queen Elisabeth II und 1996, 1997, 2001 und 2003 British bzw. International Designer Of The Year (CFDA).

Es war nur folgerichtig, dass Alexander MCQueen auch eine eigene Accessoire-Linie designen musste. Immerhin ist eine Kollektion nur dann wirklich vollständig, wenn auch alle Teile aus der eigenen Feder stammen. Dies nahm sich McQueen zu Herzen und erarbeitete wunderbare Stücke, die seinen Charakter als Designer unterstrichen. In seiner reichhaltigen Schmuck-Linie ist vor allem McQueens Markenzeichen unverzichtbarer Teil der Stücke: Der Totenkopf. Es ist schon überraschend, wieso McQueen gerade dieses Symbol als Teil so vieler Kollektionen auftauchen ließ. Es wirft einen merkwürdigen Blick auf McQueens Freitod, der die Modewelt 2010 in tiefe Depressionen stürzte. McQueen, der Zeitlebens mit Drogen und Depressionen zu kämpfen hatte, sah im Symbol des Totenkopf wohl einen Teil seines eigenen Lebens widergespiegelt: Die Rebellion, den Rock und die Möglichkeit an der Gesellschaft zu scheitern. Ansonsten versuchte McQueen mit seiner Mode und seinem Schmuck ein Höchstmaß an Individualität auszudrücken. Er formulierte dies einmal mit den Worten:

Clothes and jewellery should be startling, individual. When you see a woman in my clothes, you want to know more about them. To me, that is what distinguishes good designers from bad designers.
Dieser Anspruch, dass die Mode individuell sein müsse und darüber hinaus super kreativ und inspirierend, den löst McQueen mit seiner Schmuck-Kollektion ein. Vor allem die Zusammenarbeit mit Swarovski scheint dabei sehr geholfen zu haben, denn viele der Stücke sind mit den Steinen des österreichischen Hauses verarbeitet. Hier ein paar Schmuckstücke im Überblick:

Die Ringe von Alexander McQueen

Wie eingangs erwähnt: es dominiert bei McQueen der Totenkopf. Die Doppeltotenkopf-Ringe aus Silber oder Gold sind mit Swarovski-Kristallen besetzt und haben einen sehr rockigen Charakter. Sie passen zu Glam-Rock-Outfits oder zu Vintage-Looks, die mit Leder arbeiten. Die Ringe richten sich an junge, alternative Kundinnen. Die repräsentiert auch der Preis, denn mit unter 200 Euro kann man bei einem Designer wie Alexander McQueen wirklich von einem Schnäppchen reden, dass sich auch die nicht so pralle Brieftasche zum besonderen Anlass leisten kann.

Die Armbänder von Alexander McQueen

Bei den Armbändern setzt das Label auf synthetische Materialien. Leder in Rot, Gelb oder Schwarz ist der Aufhänger der Kollektion. Aber auch der Totenkopf hatte seinen Anteil an der Kollektion. Die Lederarmbänder in Rot und Schwarz und mit Totenkopf-Anhänger wirkten wesentlich klassischer als andere Armbänder der Kollektion, ließen aber nichts an Extravaganz und rockigem Charme vermissen. Absolutes Highlight sind aber wohl die goldenen Armspangen der Kollektion. Sie sind einfach super elegant, trotzdem aufmüpfig und sehen zum schwarzen Kleid einfach unglaublich sexy aus.

Die Halsketten von Alexander McQueen

Die Totenkopf Libellen-Halskette von Alexander McQueen steht bei den Ketten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch sie ist mit Swarovski-Steinen besetzt und versprüht einen leicht morbiden Charme.

McQueen hat mit seiner Arbeit mehr hinterlassen, als einige vielleicht ahnen. Denn viele seiner Arbeiten scheinen andere Designer immer noch zu inspirieren. Mich hat die Symbolik des Totenkopfes jedenfalls sehr an den Schmuck Jennifer Fishers erinnert.

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