Aus Bayern in die Welt – die Erfolgsgeschichte von Thomas Sabo

Thomas Sabo Schmuck

Die Schmuckwelt ist nicht einfach nur schwarz-weiß: Während viele nicht einsehen wollen, Unmengen an Geld für edle Diamanten, Gold, Silber und Perlen auszugeben, ist für andere gerade nur das Teure das Wahre und Modeschmuck nicht weniger als ein Kapitalverbrechen. Dabei gibt es tatsächlich eine Kategorie zwischen Bijou Brigitte und Jacob the Jeweler. Ebendiese Sparte zwischen unbezahlbar und billig wurde in den letzten Jahren vor allem von einer ganz bestimmten Marke erfolgreich besetzt: Thomas Sabo. Next Level Modeschmuck – made in Germany.

Thomas Sabo ist kein so junges Label, wie man vielleicht vermutet. Obwohl das Schmucklabel seinen großen Erfolg erst seit wenigen Jahren feiert, war es bereits seit den 80er Jahren auf dem Markt präsent. Sein gleichnamiger Gründer eröffnete das Label 1984 in Bayern. Anfang der 90er kam Designerin Susanne Kölbi zum Team und nahm fortan die kreativen Entscheidungen in ihre Hände. Die Idee, wie sich die Marke vom Rest unterscheiden sollte, war so simpel, wie überzeugend. Hinter ihr steckte der Gedanke, ein ungeschriebenes Gesetz der Modebranche zu brechen. In der Regel ließen sich Ringe, Ketten und Anhänger rein äußerlich bislang keinem Hersteller eindeutig zuordnen. Bei Thomas Sabo ging man jedoch einen anderen, selbstbewussten Weg und schrieb seinen Namen fortan auf die Produkte – die Empörung war perfekt.

Das mag vielleicht eine Neuheit für den Markt gewesen sein, für den großen Erfolg von Thomas Sabo war jedoch ein anderer Faktor ausschlaggebend: Die bunten, unverwechselbaren Anhänger. Kaum ein Label lässt sich so eindeutig durch die kleinen Figuren, Buchstaben und Cartoon-Elemente in Anhängerform identifizieren, wie die bayrische Schmuckdynastie. War zuvor noch einheitlicher Look in Silber, Gold und Perlenform an der Tagesordnung, brachte Thomas Sabo Farbe, Glitzer und Spaß und die Schmuckwelt. Schon bald waren die kleinen Anhänger an Halsketten und Armbändern Kult – und sind es heute noch.

Während sich manche Fans auf einen einzelnen Anhänger an ihrer Kette beschränken, bringen andere ganze Sammlungen an. Gesammelte Buchstaben ergaben den eigenen Namen, den des Schatzes oder auch einfach den des eigenen Hundes. Andere setzten mit Katzen-Anhängern ihrem Haustier ein (Schmuck-)Denkmal, wieder andere betonten mit Notenschlüsseln, Ballerina-Schuhen und Miniaturgitarren ihre persönlichen Interessen. Nach einigen erfolgreichen Jahren dieser sogenannten „Charm“-Kollektionen ist mittlerweile kaum mehr ein Anhänger vorstellbar, der nicht bereits im Sortiment erhalten ist. Kirschen, Erdbeeren und Bananen für die Frucht-Fans, High Heels für die Party-Mäuse, Herzen für die Verliebten oder einzelne Perlen, kleine Puppen, Schneeflocken und anderes – die Bandbreite ist unbegrenzt.

Für die Fußballfans legte man bei Thomas Sabo unlängst sogar Anhänger verschiedener Bundesliga-Teams auf, allen voran natürlich des FC Bayern Münchens. Doch trotz der klaren Bezüge zur deutschen Kundschaft (die nach wie vor zu den kaufkräftigsten Thomas Sabo-Fans gehört), ist man längst auch in Resteuropa, Asien und den USA auf den flippigen Schmuck aus Bayern aufmerksam geworden.

Nach einigen Jahren des Charm-Hypes fragt sich die geneigte Schmuckfanatikerin jedoch zu Recht: Wie trendig sind die Thomas Sabo-Charm-Ketten eigentlich noch? Ganz klar: Sie funktionieren auch im Jahr 2013 überraschend gut, und das liegt schlicht und einfach an der breiten Auswahl. Die vielen verschiedenen Ketten und Anhänger lassen viel Raum für Individualität, eigene Kombinationsmöglichkeiten und persönliche Vorlieben zu. Natürlich ist der Hype um die „neuen“ bunten Anhänger nicht mehr so groß, wie etwa vor zwei Jahren. Doch die Designer von Thomas Sabo nehmen auf Entwicklungen wie diese durchaus Rücksicht, wenn sie mit neuen, rein versilberten Kollektionen kommen, die oft – wenn überhaupt – nur noch mit wenigen Farbakzenten auskommen.

Zudem kann das Label immer wieder neue Promis gewinnen, die für Thomas Sabo ordentlich die Werbetrommel rühren: Nicky Hilton, Annemarie Warnkross, Alexandra Maria Lara – über mangelnde Starpower kann man sich hier wirklich nicht beschweren. So kann man dem Label sogar eher zweifelhafte Kollektionen mit mystischen Drachen und schwarzen Tränen verzeihen und über einige längst ausgelutschte Rockstar-/Totenkopf-Elemente hinwegsehen. Wie die Erfolgsgeschichte Thomas Sabos weitergeht – wir sind gespannt!

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